Wechselbad

Pressebericht für Schwäbische Zeitung: Alexa Fuchs spintet beim ersten Rennen des Deutschen Schülercups 2018 in Oberhof auf Platz fünf.

Im Rahmen des nationalen Deutschen Schülercups erlebte Alexa Fuchs aus Römerstein und die Laichingerin Kaya Pfau ein leistungs- und wettertechnisch turbulentes Skilanglaufwochenende im thüringischen Oberhof.

27. / 28. Januar 2018: Das Einzige, was vorausberechenbar unstet an diesem Skilanglauf-Rennwochenende sein sollte, war das Wetter. Beim ersten Deutschen Schülercup, der über zwei Tage in der Skiarena Oberhof stattfand, war für den Samstag Sonnenschein und schneetaugliche Kälte angesagt, am Sonntag das krasse Gegenteil: Wind, Nebel und wegen des aufgeweichten Schnees extrem zähe Bedingungen.

Soweit die Fakten, die jede Wetter-App schon im Vorfeld lieferte. Keine Prognose allerdings rechnete damit, dass am Samstag beim Prolog des Klassiksprints über 1,2 Kilometer Alexa Fuchs die schnellste Zeit in den harten Schnee zauberte in einem 43-köpfigen Starterfeld dieser nationalen Rennserie, bestehend aus Jugendfahrerinnen der Schülerinnen-15-Kategorie. Damit hatten weder sie noch die Betreuer gerechnet. Mit dieser famosen Zeit von 3:18.1 Minuten sicherte sich die für den TSV Laichingen startende Fuchs einen Platz für das Finale um die ersten sechs Ränge. Kaya Pfau (SZ Römerstein), die ebenfalls an diesem Wochenende als Kaderathletin das Team Baden-Württemberg komplettierte, hatte im krassen Gegensatz zu Fuchs’ Glücksmoment einfach Pech: Sie stürzte in einer kniffligen Abfahrt und verlor ihren Rhythmus und wertvolle Sekunden.
Im Finale, das im Unterschied zum Prolog nicht als Einzelzeitfahren ausgetragen wurde, sondern als Gruppensprint zu je sechs Sportlerinnen, kam Fuchs zunächst nicht so tempostark aus der Startbox. Sie gleitete als Letzte in die Talsenke, um dann aber das Feld am Berg von hinten aufrollend die Führung über zwei schwierige Anstiege hinweg zu übernehmen. Von diesem Kraftakt allerdings geschwächt, fehlten ihr auf der zähen, langen Zielgerade die entscheidenden Körner. Mit kräftigen Stockschüben zogen vier Konkurrentinnen an ihr vorbei. Platz fünf und eine Siegerehrung der besten sechs Athletinnen im Sportgymnasium der Skihochburg Oberhof waren ihr Lohn. Pfau konnte ihren Heat souverän für sich entscheiden, musste sich allerdings mit dem 37. Rang begnügen, weil sie durch den Sturz nicht um vordere Ränge kämpfen konnte.

So schlagartig wie sich das Wetter am Sonntag verdunkelte, erhellte sich Kaya Pfaus Miene, als sie nach zwei Skatingrunden über fünf Kilometer die achtschnellste Zeit im Distanzrennen für sich verbuchen konnte. Lange Zeit notierten die Trainer ihre Zwischenzeiten, die sogar auf die Top fünf Hoffnung machten. Ein richtiges Wechselbad eben, das Fuchs, als wollte sie das Auf und Ab an diesem Rennwochenende vervollständigen, mit einem 19. Platz beendete. Allerdings war sie mit diesem Rang im Mittelfeld hochzufrieden, da sie mit dem Sprintergebnis bei der ersten nationalen Standortbestimmung nicht gerechnet hatte. Zumal die in diesem Jahr schneearme Schwäbische Alb keine optimalen Trainingsbedinungen liefert verglichen mit Kunstschneestadien, auf die Athleten anderer Landesverbände zurückgreifen können.

Beide Sportlerinnen, Pfau und Fuchs, haben zwei Eisen im Feuer. Während Langläufer sich komplett auf ihre Sportart konzentrieren können, denken die beiden bereits an die nächste Mountainbike-Saison. Dort fahren sie ebenfalls an der nationalen Spitze in ihrer Altersklasse. Pfau belegte bei der Deutschen Meisterschaft Platz 1, Fuchs Platz 3. Beide mussten etwas Trainingsintensität und -Einheiten beim Langlaufen herausnehmen, um am in der vergangenen Woche ersten Wertungswettkampf der Mountainbikesaison erfolgreich teilnehmen zu können. In Bad Orb bei Frankfurt nämlich traf sich die Mountainbike-Jugend zum sogenannten Athletiktest, ein nationaler Wettbewerb, der wertvolle Punkte für die Saison bringt. Fuchs sicherte sich an diesem Wochenende den zweiten Rang, Pfau Rang drei unter den Mountainbikerinnen in der U17 Kategorie.

Der nächste große Meilenstein für die Langläufer, das zweite Wettkampfwochenende der insgesamt drei Wettbewerbe im Deutschen Schülercup, findet am Ende der Faschingsferien im Harz statt.

Pressebericht für Schwäbische Zeitung

Im Prolog qualifizierte sie sich mit der besten Laufzeit für das Klassik-Sprint-Finale der sechs schnellsten Läuferinnen. Alexa sicherte sich Platz 5 nachdem sie lange das Feld anführte (siehe Fotogallerie unten).

Am nächsten Tag musste sich Alexa mit Platz 19 im Freistilwettbewerb begnügen.